Bezirkstag 2007

Hannover (mm). Man hätte den Bezirkstag des BezirksSchwimmverband Hannover e. V. am vergangenen Samstag auch im Freibad abhalten können, so warm war es an diesem Tag. Vielleicht war dies auch einer der Gründe, warum der Verbandstag der hiesigen Schwimmsportler so schnell über die Bühne ging. Ein anderer Grund war sicherlich die straffe Sitzungsleitung durch den Bezirksvorsitzenden Hans Jürgen Eyssen, sodass die 17 Tagesordnungspunkte in weniger als eineinhalb Stunden abgearbeitet werden konnten.

Hans Jürgen Eyssen konnte über 50 Delegierte im Clubheim des Polizeisportvereins Hannover begrüßen. Als Hausherr empfing der Abteilungsleiter der Schwimmabteilung, Christian Scharf, die Gäste von 26 Vereinen sowie den Gesamtbezirksvorstand.

Zu Beginn der Versammlung wurde stellvertretend den im abgelaufenen Berichtsjahr verstorbenen Mitgliedern Erich Platz und Olaf Kämmerer gedacht. Erich Platz war unter anderem jahrelang erfolgreicher Schwimmtrainer des TKJ Sarstedt, Olaf Kämmerer in gleicher Weise als Wasserballtrainer beim Lehrter SV.

In einem weiteren Grußwort berichtete der Vizepräsident Finanzen des LSN von einer mittlerweile soliden sportlichen und finanziellen Basis im Landesverband. Er wies darauf hin, dass der im Bezirk Hannover jährlich erhobene Bezirksbeitrag landesweit einmalig und aus seiner Sicht vorbildlich sei, könne aus diesen Einnahmen nämlich die Bezirksverwaltung finanziert werden, sodass die restlichen Finanzen direkt dem Sportbetrieb zukommen würden.

Zeitnah seien hingegen noch die finanziellen Beziehungen zwischen den Bezirken und dem Landesverband zu regeln.
Als katastrophal bezeichnete Wien den Leistungsstand des Schwimmnachwuchses der Jahrgänge 1994 und jünger, hier seien kaum niedersächsische Vertreter in der Bundesrangliste vertreten. Abhilfe könnten hier sicherlich auch die Talentnester schaffen, so wie das kürzlich gegründete in Hannover. Diese Förderung sei eine maßgebliche Baustelle der Zukunft.

Zur Verbandsgliederung erläuterte Wien, dass es immer wieder Bestrebungen gebe, die Bezirke aufzulösen. Er sehe dies nicht so. Zwar seien Schwimmmeisterschaften auf Bezirksebene auch durch den Landesverband durchzuführen, er bezweifle allerdings das dann nötige gleichstarke Engagement der Beteiligten.

Eine Aus- und Fortbildung sowie die Entwicklung des Breitensports seien jedoch nur dezentral, das heißt auf Bezirksebene machbar. Kreisverbände würden damit sicherlich überfordert sein. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Bezirke brauchen!“, so Wien abschließend.

Die Berichte des Vorstands sind seit Wochen hier im Internetauftritt veröffentlicht und lagen aus. So wurde auf das Vorlesen verzichtet, lediglich Ergänzungen abgegeben.

Bezirksvorsitzender Eyssen gratulierte den Bezirks- und Landesmeistern sowie den Norddeutschen und Deutschen Meistern aller Sparten zu ihren Erfolgen. Der Dank ging an alle Trainer und Funktionäre des Bezirkes: „Ohne diese großartigen Leistungen am Beckenrand wären die Leistungen im Becken nicht machbar!“, bilanzierte Eyssen. Ergänzend blickte er auf die misslichen Situationen im vergangenen Jahr anlässlich des Verdi-Streiks sowie der Fußball-WM hin, die für massive Einschränkungen des Trainings- und Wettkampfbetriebes im hannoverschen Stadionbad gesorgt hatten.

Es seien auch die entsprechenden Konsequenzen aus dem „1. LSN-Bezirks-Team-Cup“ zu ziehen, die der Lehrter SV sehr gut durchgeführt hatte. Hier werde die entsprechende Arbeitsgruppe am 16. Mai tagen und Reformen des Programms erarbeiten sowie das Team für die zweite Auflage leistungsgerechter aufstellen. Geplant ist dann auch die Installation eines Bezirks-Teams, das gemeinsame Trainingsmaßnahmen zur Stärkung des Zusammenhalts bekommen soll. Hier wünscht sich der Bezirk dann aber auch eine Beteiligung des LSN.

Schatzmeister Fritz Michler stellte zum 28. und zugleich letzten Mal seinen Jahresbericht vor.
Anmerkungen gab es noch zur Sportassistentenausbildung. Hier verwies die kommissarische Breitensportwartin Svenja Loske auf den Anmeldeschluss 19. Mai. Danach wird entschieden, ob eventuell noch ein zweiter Lehrgang in diesem Jahr durchgeführt werde. Bisher lägen 28 Anmeldungen vor, die Vereine sind aufgefordert, ihren kompletten Bedarf zu melden.

Weiterhin entspann sich eine Diskussion nach Ursachen um die mangelhafte Beteiligung in der E-Jugend im DMSJ-Wettbewerb der Schwimmer. In Planung sei als Motivation anstatt einer Fernwertung die Ausrichtung eines zusätzlichen Landeswettbewerbes, aber es wurden auch kürzere Wettbewerbe wie kindgerechte Wettkämpfe sowie Kindermehrkämpfe vorgeschlagen.

Im Anschluss wurde dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.
Auch die Wahlen ergaben durchweg einstimmige Ergebnisse: Wieder gewählt wurden der 2. Vorsitzende Rainer Meyer, Schwimmwart Adalbert Wiechowski und Springwartin Ingrid Hardt. Nach einem kommissarischen Jahr wurde Svenja Loske jetzt auch versammlungsamtlich für ein Jahr zur Breitensportwartin gewählt, neu im Vorstand ist als Nachfolger für Fritz Michler Michael Hamann.

Den Vorstand komplettieren der Vorsitzende Hans Jürgen Eyssen, Wasserballwart Uli Kaste sowie der Fachwart Öffentlichkeitsarbeit Roman Mölling.

Fritz Michler wurde danach für seine Leistung mit einem Geschenk verabschiedet und von der Versammlung einstimmig zum ersten Ehrenmitglied im BezirksSchwimmverband Hannover gewählt.

Auch der Haushaltsplan für 2007 wurde einstimmig verabschiedet, ebenso wie die Wahl von Waspo Grünenplan zum neuen Kassen prüfenden Verein, neben dem SC Hellas 99 Hildesheim sowie dem SV Poseidon Bockenem.

Der Bezirksbeitrag wurde auch in diesem Jahr wieder einhellig auf 0,30 €/Mitglied festgelegt.
Die Wasserfreunde Holzminden erhielten den Zuschlag, den nächsten Bezirkstag anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums auszurichten.

In einer angeregten Diskussion wurde abschließend die derzeitige Ausbildungssituation für „Helfer am Beckenrand“ beleuchtet. Es wurde angeregt, zusätzlich zur Ausbildung durch die Schwimmjugend einen eintägigen Lehrgang für Erwachsene durchzuführen.

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